Was ist eine Domain und wie der Aufbau der Adresse?

Wer sich die Frage „Was ist eine Domain“ stellt, der sollte in als erstes an eine Adresse denken. Im Alltagsleben sind Adressen sehr wichtig, um einen bestimmten Ort aufzusuchen. Wenn ein nicht ortskundiger Besucher ein Haus sucht, kann er sich anhand der Adresse orientieren und wenn er selbst den Ort nicht finden kann, ist es mit einer Adresse leicht möglich, nach dem Weg zu fragen.

Auch für das Internet sind Adressen sehr wichtig, da hier ebenfalls viele Computer an verschiedenen Orten miteinander in Verbindung treten. Im Internet nennen sich die Adressen "Domains".

Um Daten von einem Computer auf einen anderen zu übertragen, ist es notwendig, die Adresse genau anzugeben. Um eine Seite im Internet aufzurufen und betrachten zu können, muss deren Domain eingegeben bzw. aufgerufen werden. Die Domain ist jedoch lediglich ein Spezialfall der allgemeinen Adressierung im Internet.

Hinter der Domain steckt eine IP-Adresse

Ursprünglich wurde für die Kommunikation im Internet jedem Computer eine Adresse verliehen, die aus vier Zahlen (IPv4) zu jeweils 8 Bit bestand. Im Dezimalsystem ist eine 8-Bit-Zahl eine Zahl zwischen 0 und 255. Da die daraus resultierende Zahl an Adressen durch die immer weitere wachsende Zahl an Nutzern zu gering geworden ist, wird immer häufiger eine Adresse aus 6 Zahlen verwendet (IPv6).

Um eine Internetseite abzurufen, muss der Browser eine Anfrage an den Computer senden, auf dem diese Seite abgelegt ist. Diese Anfrage sendet er an dessen IP-Adresse. Diese für Computer hilfreiche Zahl hat jedoch für den menschlichen Nutzer den Nachteil, dass diese nur sehr schwer zu merken sind (zum Beispiel 85.13.142.2) Daher wurden Domains eingeführt, die aus Buchstaben bestehen können, sodass Wörter entstehen, die sich der Nutzer leicht merken kann.

Wenn nun eine Domain in den Browser eingegeben wird, muss dieser eine Anfrage an einen Domain Name Server senden. Dieser speichert die Domains mit der zugehörigen IP-Adresse. Erst wenn der Browser vom Server die IP-Adresse erhält, kann er die Seite aufrufen. Die Domain ist lediglich ein Stellvertreter für die eigentliche IP-Adresse.

Was ist eine Domain?

Der Aufbau einer Domain Adresse

Um uns der Frage „Was ist eine Domain?“ eingehender zu widmen, wollen wir uns im folgenden Teil den Aufbau der Adresse ansehen. Eine Domain ist z.B. http://www.netselection.de - die Adresse dieser Seite. Die Domain Adresse besteht aus mehreren Teilen:

  • Für eine vollständige Domain muss zunächst das verwendete Protokoll für die Datenübertragung angegeben werden. Dies kommt in der Regel http zum Einsatz, bei gesicherten Verbindungen wird auch https verwendet. In unserem Beispiel ist es http, also http://
  • Daraufhin muss das Netz angegeben werden. Hier kommt oft die Abkürzung www zum Einsatz: http://www.
  • Nun folgt der Domainname, der frei gewählt werden kann, jedoch immer einmalig sein muss. Dieser Teil wird Second-Level-Domain genannt. In unserem Beispiel heißt die Second-Level-Domain "netselection", also http://www.netselection.
  • Daraufhin folgt die Top-Level-Domain. Dies ist in Deutschland häufig .de, in anderen Ländern kommen andere Kürzel zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es internationale Top-Level-Domains wie beispielsweise .com oder .org. Unser Beispiel: http://www.netselection.de

Da die freien Domains immer knapper werden, wurden neue Untereinheiten eingeführt. So ist es beispielsweise möglich, dass der eigentliche Domainnamen erst als Third-Level-Domain auftaucht und daran die Endung .com.de angehängt wird, die aus einer Second-Level-Domain und einer Top-Level-Domain besteht. So entstehen viele neue Möglichkeiten, um die Zahl der möglichen Domains zu erhöhen.

Beim Aufbau einer Domain Adresse ist zu beachten, dass zwischen den einzelnen Teilen Trennzeichen stehen. So wird der erste Teil http oder https immer mit :// abgetrennt. Die Trennzeichen zwischen den weiteren Teilen sind in der Regel Punkte.

Günstige Domains kann man z.B. bei einem webhoster registrieren.